6 Testfahrer pendelten 1 Woche mit Elektroautos

v.l.: Raimund Eder, Rudolf Janeczek, Alice Stockinger, Matthias Zawichowski (fahrvergnügen.at und Im-Plan-Tat), Franz Schaberger, Ernst Surböck, Bernhard Hölblinger (Im-Plan-Tat) und Wolfgang Zeller

Drei Renault Zoes waren für zwei Wochen in der Klima- und Energiemodellregion Wachau-Dunkelsteinerwald unterwegs. PendlerInnen aus den Energiegruppen Rossatz-Arnsdorf, Bergern, Dunkelsteinerwald und Hafnerbach testeten die Autos auf Herz und Nieren.

Nach einem gemeinsamen Einschulungsnachmittag in Gerolding, konnten die ersten drei TestfahrerInnen ihre Autos mit nachhause nehmen. Besondere Herausforderung in den Köpfen der FahrerInnen waren dabei die Reichweite und Lademöglichkeiten. So wurden Strecken wie beispielsweise jene zum Flughafen bewusst geplant, um eben mit den genannten Aspekten das Optimum herauszuholen.

Am Ende der Testphase waren alle TeilnehmerInnen fasziniert vom Fahrvergnügen der (Renault Zoe) und konnten die Autos nur schweren Herzens zurück geben.

Unsere Testfahrer im Portrait

Name: Raimund Eder
Gemeinde: Bergern
Pendelstrecke: Maria Langegg-St. Pölten

Meine Erfahrungen

In der Testwoche habe ich 500 positive Testkilometer zurückgelegt. Das Ansprechverhalten und die lineare Beschleunigung sind faszinierend und das Auto für den Stadtverkehr hervorragend geeignet. Einzig das tägliche Laden der Batterie und die geringe Reichweite erfordern einen vermehrten Logistikaufwand beim Fahrer. Bei einer Reichweite > 250 Kilometer könnte ich mir ein Elektroauto in SUV oder Minivan-Ausführung mit Allrad vorstellen.

Name: Rudolf Janeczek
Gemeinde: Dunkelsteinerwald
Pendelstrecke: Krapfenberg-St. Pölten

Meine Erfahrungen

Die Fahrten mit dem Elektroauto waren ein tolles Erlebnis und die Wegstrecken zum Arbeitsplatz ließen sich einwandfrei bewältigen. Ich könnte mir durchaus vorstellen ein Elektroauto zu besitzen oder im Rahmen eines E-Car-Sharing-Modells zu nutzen. Um die Elektroautos alltagstauglich zu machen, halte ich allerdings eine Veränderung im Ladesystem für erforderlich, sodass man Akkus beispielsweise an Tankstellen austauschen könnte. Zur Etablierung eines E-Car-Sharing-Modells ist ein Paradigmenwechsel weg vom Auto als Prestigeobjekt und Statussymbol Voraussetzung.

Name: Franz Schaberger
Gemeinde: Hafnerbach
Pendelstrecke: Windschnur-Radlberg

Meine Erfahrungen

Der Weg zur Arbeit stellte mit dem Elektroauto keinerlei Problem dar. Besondere Herausforderung war allerdings die Fahrt zum Flughafen Schwechat. Auf der Autobahn fuhr ich dabei im ECO-Modus mit lediglich 96 Km/h, da mir die Erfahrung fehlte, ob der Energievorrat ausreichen würde. Am Flughafen, nach 103 km Fahrt angekommen, zeigte das Auto noch 50 km Reichweite an. Das Laden am Flughafen hat gut funktioniert, leider wird nach Zeit abgerechnet, sodass ich zu den Parkkosten noch zusätzlich 28 Euro für das Laden bezahlen durfte. Wir werden in Hafnerbach in Kürze ein E-Car-Sharing ins Leben rufen und künftig dieses E-Auto Modell nutzen.

Name: Alice Stockinger
Gemeinde: Dunkelsteinerwald
Pendelstrecke: Ursprung-St. Pölten

Meine Erfahrungen

Es war ein tolles Fahrerlebnis. Vor allem auf der Pendlerstrecke nach St. Pölten eignet sich das Auto hervorragend. Ein Wochenendausflug nach Wels war hingegen schon eine kleine Herausforderung. Wir mussten bei einer Tankstelle in Linz (ÖAMTC) zwischenladen. Während die Ladeinfrastruktur bei der Messe Wels perfekt war, war die Zwischenladung im Raum Enns-Linz aufgrund der spärlichen Auskunft etwas mühsamer. Am Heimweg sind wir dann auf Nummer sicher gegangen und mit einer konstanten Geschwindigkeit von 100 km/h gefahren. Dieser Energiesparmodus hat sich gelohnt. Als wir das Auto nach unserem Wels-Trip in die Garage gestellt haben, hätte die Stromladung noch locker für eine Fahrt nach St. Pölten gereicht.

Name: Ernst Surböck
Gemeinde: Bergern
Pendelstrecke: Unterbergern-St. Pölten

Meine Erfahrungen

Anfangs war es eine kurz Umstellung, da man die Reichweite immer im Auge behalten muss. Ich nutze vorrangig Bundesstraßen und konnte daher viel im ECO-Modus fahren. Es machte riesig Spaß zu sehen, wie man mit Fortdauer der Nutzung die Reichweiter dennoch erhöhen konnte. Als Alltagsauto könnte ich mir ein Elektroauto unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen.

 

Name: Wolfgang Zeller
Gemeinde: Rossatz-Arnsdorf
Pendelstrecke: Oberarnsdorf-St. Pölten

Meine Erfahrungen

Der Zoe Intens ist ein zu 100% perfektes Fahrzeug für Pendelfahrten bis etwa 110 Kilometer/Tag. Das einzigartige Fahrgefühl ist mit Verbrennungsmotoren nicht vergleichbar. Einzig die Anschaffungskosten sind für mich persönlich aktuell noch etwas abschreckend. Meine tägliche Pendelstrecke nach St. Pölten stellte keinerlei Problem für das Elektroauto dar und die Testwoche verstrich einwandfrei.

 

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